1. Welche Restfeuchte darf Brennholz haben, damit es optimal verbrennen kann?
2. Wieviele Jahre kann ich mein Kaminholz lagern, ohne das es von Holzschädlingen befallen wird?
3. Welches ist "das Beste" Brennholz?
4. Wie lange muß mein Kaminholz lagern, um die geringstmögliche Restfeuchte zu haben?
5. Darf ich mein Kaminholz in geschlossenen Räumen lagern um es zu trocknen?
6. Welches Holz hat den besten Brennwert?
7. Womit heize ich günstiger, Holzbrikett oder Brennholz?
8. Wo liegt der Unterschied zwischen einem "Raummeter" ( RM ) und einem "Schüttraummeter" ( SRM ) Stückholz?
9. Darf ich lackiertes Holz in meinem Kaminofen verbrennen?
10. Was passiert bei der Holzverbrennung?
11. Kann Miscanthus (Elefantengras) mit einem ETA-Kessel geheizt werden?
12. Was ist Miscanthus (Chinaschilf, Elefantengras)?
13. Wann ist eine Schornsteinsanierung erforderlich?
14. Wie binde ich einen Öl-/Gaskessel zur Spitzenlastabdeckung mit einem Pufferspeicher ein?

1. Welche Restfeuchte darf Brennholz haben, damit es optimal verbrennen kann? Kaminholz sollte eine Restfeuchte von unter 20 % haben, damit es sauber verbrannt werden kann. 
2. Wieviele Jahre kann ich mein Kaminholz lagern, ohne das es von Holzschädlingen befallen wird? Das ist je nach Holz und Lagerungsort recht unterschiedlich. Am längsten lassen sich alle Arten von Harthölzern lagern. Im Splintholz können allerdings schon nach wenigen Jahren Lagerung die ersten Holzschädlinge auftauchen. Kiefer, Tanne und andere Weichhölzer sollte man recht bald nach der Trocknungszeit verbrauchen. 
3. Welches ist "das Beste" Brennholz? Die Frage zum "besten" Brennholz wird mir immer wieder gestellt. Meine Antwort ist immer die gleiche: günstiges Hartholz. Ob Buchenholz, Eiche oder Robinie ist nicht immer entscheidend. Entscheidend ist, zu welchen Bedingungen bekomme ich das Holz. 
4. Wie lange muß mein Kaminholz lagern, um die geringstmögliche Restfeuchte zu haben? Die Bedingungen, wie ich mein Holz gelagert habe, spielen hier eine entscheidende Rolle. Bei einer Schichtbreite von nur einem Stück 33er Scheitholz, beidseitigem Lufteintritt und Überdachung kann man unter günstigen Verhältnissen das Holz schon nach einem Jahr verheizen. Wenn an der Wand gestapelt wird und nicht viel Wind in den Stapel hineinweht, dauert es meist zwei Jahre um die Restfeuchte unter 20% zu halten. 
5. Darf ich mein Kaminholz in geschlossenen Räumen lagern um es zu trocknen? In geschlossenen Räumen kann der Wind nicht durch das Holz blasen und es bildet sich in kürzester Zeit Schimmel und Pilzbefall. Brennholz wird immer luftig gelagert. 
6. Welches Holz hat den besten Brennwert? Die meisten Harthölzer wie Buche, Eiche, Ahorn oder Akazie haben einen guten Brennwert. Man muß allerdings bei der Berechnung unterscheiden zwischen Brennwert pro Raummeter und Brennwert pro kg Holzmasse. 
7. Womit heize ich günstiger, Holzbrikett oder Brennholz? Kaminholz ist im Moment immer noch die günstigere Variante. Falls ich jedoch keinen ausreichenden Platz zum trocknen habe, bin ich mit Holzbriketts gut bedient. 
8. Wo liegt der Unterschied zwischen einem "Raummeter" ( RM ) und einem "Schüttraummeter" ( SRM ) Stückholz? Ein Raummeter bezeichnet die gestapelte Menge Holz in einem Würfel mit der Kantenlänge von 1x1x1 Meter Die Hohlräume werden hier mitgerechnet.
Ein Schüttraummeter ist die geschüttete Menge Holz im Würfel mit der gleichen Kantenlänge wie oben und ergibt ca. 0,75 Raummeter. Die Hohlräume werden hier ebenfalls mitgerechnet. 
9.Darf ich lackiertes Holz in meinem Kaminofen verbrennen? Ein ganz klares NEIN! Der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, das nur unbehandeltes trockenes Holz im Kaminofen verbrannt werden darf. Möbelteile, imprägniertes Holz wie z.B. Bahnschwellen gehören nicht in dem Kamin. 
10. Was passiert bei der Holzverbrennung? Bevor Holz verbrennen kann, muss es erst mit Wärme in Gas umgewandelt werden. Ab 100°C entweicht das im Holz enthaltene Wasser. Ab 200°C beginnt der Zerfall in 20% Holzkohle und 80% Holzgas. So erklärt sich die lange Gasflamme eines Holzfeuers. Für die vollständige Ausgasung reichen 400°C.
Aber, um auch das im Holzgas enthaltene Teer und Phenol zu brennbarem Kohlenstoff, Kohlenmonoxid und Wasserstoff aufzubrechen, sind mindestens 900°C erforderlich, besser 1.100°C.
Um Holz ohne Umweltbelastung zu verbrennen, sind heiße, schamottierte Brennkammern und/oder großzügige Flammräume erforderlich. Auch wenn Holzkessel mit den verschiedensten Brennkammerkonzepten gebaut werden, grundsätzlich gilt, die Holzflamme muss vollständig ausgebrannt sein, bevor sie auf eine kalte Wärmetauscherfläche trifft. Heiße, schamottierte Brennkammern und hohe Turbolenzen verkürzen die erforderliche Ausbrandzeit. Großzügige Fammräume ohne Umlenkung geben der Flamme Zeit zum vollständigen, sauberen Ausbrand. 
11. Kann Miscanthus (Elefantengras) mit einem ETA-Kessel geheizt werden? Wird ein ETA Hack Kessel mit einer optional erhältlichen Abgasrückführung aufgerüstet, ist er bestens für Miscanthus geeignet.
Mit der Abgasrückführung vom Kesselaustritt zurück in den Brennraum erhöht sich der Gasstrom sowohl durch den Rost als auch durch das Feuer. Der Rost wird besser gekühlt. Durch die Aufteilung der Wärme aus dem Feuer auf eine größere Gasmenge wird ein engeres und stabileres Temperaturfenster erreicht. Die Temperaturen liegen sicher über 700°C für eine vollständige, saubere Verbrennung und sicher unter 860°C, dem Sinterpunkt der Miscanthusasche. So wird das Verschlacken des Rosts sicher unterbunden.
Es gelten aber folgende Einschränkungen: * Miscanthus braucht einen großen Flammraum, darum reduziert sich beim 50, 90 und 130 kW ETA Hack Kessel die Nennwärmeleistung um zirka 30%. Bei den 35 und 70 kW Kesseln (mit gedrosselter Wirbulatorbestückung im Wärmetauscher) hat Miscanthus gegenüber Hackgut keinen Leistungseinbruch zur Folge. * Aufgrund des wesentlich größeren Ascheanteils (3 bis 4% gegenüber 0,5 bis 2% bei Holzhackgut) sind kürzere Entaschungsintervalle im automatischen Betrieb erforderlich. In weiterer Folge ist natürlich auch der Aschebehälter öfter zu entleeren.
Es ist auch noch eine Legalisierung des Brennstoffs Miscanthus mit der Festlegung entsprechender Emissionsgrenzwerte durch den Gesetzgeber erforderlich. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland laufen bereits die Vorarbeiten, um entsprechende Gesetzesvorlagen zu erstellen. 
12. Was ist Miscanthus (Chinaschilf, Elefantengras)? Chinaschilf (Miscanthus sinensis), auch unter dem Namen Elefantengras bekannt, ist ein aus Südostasien (ua. China, Japan und Korea) stammendes, ausdauernde Süßgras. Erst 1935 wurde eine spezielle, hochwüchsige Sorte; Miscanthus x giganteus; von Japan über Dänemark nach Mitteleuropa eingeführt, die im europäischen Raum über drei Meter hoch wird. In warmen Sommern kommt es zwar auch hier zur Blüte, keimfähige Samen werden aber nicht ausgebildet. Eine Vermehrung findet in Europa daher ausschließlich über das Rhizom (Wurzeln) statt. Bei Chinaschilf handelt es sich um eine sogenannte C4-Pflanze, die im Vergleich zu den in Mitteleuropa heimischen C3-Pflanzen ein höheres Massenwachstum aufweist.
In den Ursprungsgebieten als Rohstoff für Matten und Flechtwerk zum Sicht- und Windschutz sowie als Futterpflanze bekannt und in Mitteleuropa lange Zeit nur als Zierpflanze in Gärten eingesetzt, rückte Chinaschilf Ende der 1970er Jahre bei der Suche nach alternativen Energie- und Rohstoffquellen in das Blickfeld von Forschung und Entwicklung. Ein Energieertrag in der Größenordnung von 7.000 bis 9.000 Liter Heizöl je Hektar ist ohne Düngung, ohne Spritzmittel und vor allem ohne jährliches Ackern und Säen erreichbar. Aus einer Anpflanzung kann zirka 20 Jahre geerntet werden. Im Rahmen der Umkehr von einer ausschließlich auf Mengen ausgerichteten Landwirtschaft zu einem qualitätsorientierten Lebensmittelanbau wird auch überlegt, "intensiv" genutzte Böden mit Miscanthuspflanzungen zu entgiften.
Ein Vorteil von Chinaschilf ist die Verlagerung der Nährstoffe aus der Pflanze in das Rhizom (Wurzeln) gegen Ende der Vegetationsperiode. Der Stickstoff konzentriert sich in den Blättern, die im Winter abfallen. Damit bleibt der Stickstoff am Feld. Geerntet wird April/Mai nur der Halm bzw. Stamm. Dadurch kann der Düngungsaufwand für diese Pflanze reduziert werden. Eine Stickstoffgabe erhöht den Ertrag, kleine Kaligaben (Asche) verbessern die Stängelfestigkeit. Die in Österreich im Jahre 1989 angelegten Versuchsflächen wurden bisher noch nie gedüngt und weisen keinen nennenswerten Ertragsrückgang auf.
Die Hektarerträge von Miscanthus liegen mit 15.000 bis 25.000 Trockenmasse je Hektar deutlich höher als bei Getreidekorn mit nur 4.000 bis 9.000 kgTM/ha. Der Hektarertrag aus extensiver Elefantengrasnutzung ist gegenüber intensiven Getreideanbau doppelt so hoch. Der Heizwert von Miscanthus beträgt 4,94 kWh je kg Trockenmasse bei 9% Wassergehalt und liegt damit im selben Bereich wie Getreide oder Holz. Bei einer Ernte am Tiefpunkt des Wassergehalts im April/Mai mit 15% ist der Heizwert 4,82 kWh je kg Trockenmasse bzw. 4,10 kWh je kg Gesamtmasse.
Aus der Ernte mit herkömmlichen Maishäckslern erhält man mit Schecken förderbares Häckselgut. Nachteilig ist lediglich die geringe Schüttdicht mit 75 kg Trockenmasse je Schüttraummeter bzw. 360 kWh/srm. Ein Schüttraummeter Fichtenhackgut entspricht 1,8 bis 2,3 srm gehäckseltem Miscanthus. Da Miscanthus auf aktuell ungenutzten Heuböden eingelagert werden kann, ist die geringe Energiedichte für eine Heizung am Bauernhof kein Problem. Soll Elefanengras als Brennstoff außerhalb der Landwirtschaft genutzt werden, ist eine Pelletierung zur Reduktion von Transport- und Lagervolumen erforderlich. Die damit erreichten Schüttdichten von 600 kg/srm sind nahezu gleich hoch wie bei Holzpellets.
Es ist zu erwarten, dass Chinaschilf in Österreich ab 2007/2008 als standardisierter, biogener Brennstoff zugelassen wird. In Österreich sind bereits jetzt Förderungen des Anbaus über die Acker-Stilllegungsprämie der Landwirtschaftskammer möglich. 
13. Wann ist eine Schornsteinsanierung erforderlich? Mit dem geregelten Saugzugventilator und der einstellbaren Mindestabgastemperatur passt sich ein ETA Kessel in weiten Bereichen an vorhandene Kamine an. Bei unisolierten (einschaligen) Schornsteinen stößt diese Anpassungsfähigkeit an Grenzen.
Gegenüber alten Heizkesseln haben moderne Heizkessel höhere Wirkungsgrade und damit auch kleinere Abgasmengen sowie auch deutlich tiefere Abgastemperaturen.
Besonders Rauchfänge mit "zu großem Querschnitt" werden nicht mehr ausreichend beheizt. Das in den Abgasen enthaltene Wasser kondensiert und zerstört alte, gemauerte Schornsteinwände zwar nur sehr langsam aber unaufhaltsam.
Auch sind bei einem zu großen Durchmesser Austrittgeschwindigkeit und Temperatur zu gering. Es fehlt dem Abgas dann die notwendige Energie um aufzusteigen und im Extremfall kann der Rauch entlang dem Dach herabfallen.
Ist der vorhandene Rauchfang hoch und nicht Wasser resistent ausgekleidet, ist eine Sanierung mit einem Feuchte unempflindlichen Innenrohr unbedingt erforderlich.
Bei nicht Feuchte beständigen Kaminen mit geringer Höhe kann es ausreichend sein, in der Kesselregelung die untere Grenze für die Abgastemperatur auf 150 bis 180°C anzuheben. Zusätzlich hilft auch eine Nebenluftklappe, um den Kamin trocken zu halten. Begnügt man sich mit diesen Maßnahmen, dann ist zu kontrollieren, ob der Kamin auch wirklich trocken bleibt. Am Besten besprechen Sie dies auch mit dem Schornsteinfeger.
Die Lebensdauer von Schornsteinen ist begrent. Bei rechtzeitiger Sanierung, wenn die Kaminwand noch nicht zerstört ist, ist eine Sanierung mit einem eingezogenem Rohr schnell und einfach möglich. Hat das Abgaskondensat einmal die Mörtelfugen durchdrungen, muss der Rauchfang zur Gänze abgetragen und neu erichtet werden. 
14. Wie binde ich einen Öl-/Gaskessel zur Spitzenlastabdeckung mit einem Pufferspeicher ein? Mit einer Hydraulischen Weiche kann die Folgeschaltung mehrerer Kessel einfach und funktionssicher realisiert werden. Über sie können die Differenzmengen zwischen Erzeuger- und Verbrauchsumwälzung fließen. Auch ist die hydraulische Weiche der gemeinsame Drucknullpunkt für alle Erzeuger- und Verbraucherkreise in der Heizanlage.
Damit sind alle Kreise bezüglich des Drucks von einander entkoppelt. Eine Veränderung des Durchflusses in einem Kreis hat keine Auswirkung auf die Durchflüsse der übrigen Kreise im System. Nur mit stabilen Umwälzkreisen über die Kessel ist eine Lastaufteilung zwischen zwei oder mehr Kesseln möglich. 
|